tscheggsIkon H

Hobbylos: Wahrscheinlich eines der Jugendwörtern mit den meisten Bedeutungen. Dank dem, hat sich dieses schweizer Jugendwort des Jahres 2010 auch zur verbalen Allzweckwaffe für alles und jeden gemausert. Vom Streber bis zum Sportfreak, jeder musste dieses Wort schon über sich ergehen lassen, auch wenn es meist relativ offensichtlich nicht stimmt. Die meistgebrauchte Bedeutung sollte auch relativ offensichtlich sein: Meist wird „hobbylos“ benutzz, wenn man immer das Gleiche macht. Der Streber wird hobbylos genannt, wenn er lernt (was vielleicht sein Hobby ist), der Sportfreak wird hobbylos genannt, wenn er immer am rumturnen oder am tschutten ist (was sein Hobby ist) und der Computer-Freak wird hobbylos genannt, wenn er immer vor dem Computer sitzt (was auch sein Hobby ist). Wie Sie sehen, ist „hobbylos“ meist auch nicht sehr ernst gemeint. Alle anderen Bedeutungen lassen sich nicht sehr gut erklären, da sie alle sehr situationsabhängig sind, was ja aber auch ein Merkmal für ein Jugendwort ist und einer der Gründe, dass es überhaupt zum Jugendwort des Jahres gewählt wurde.

Hipster: Wenn Sie einer sind, sind Sie eigentlich gar keiner mehr. Denn Hipster sein ist jetzt Mainstream. Wenn Sie jetzt nicht drausgekommen sind, dann erkläre ich es Ihnen jetzt. Wer weiss, vielleicht sind Sie ja einer und sie wissen es gar nicht. Auch wenn man sie hierzulande noch nicht so oft sieht, sind Hipster in Ländern wie der USA schon längst Massenware. Trotzdem haben Sie sicher schon mal einen gesehen. Der stereotypische Hipster trägt Secondhand-Kleider samt Bart und läuft mit einem alternativen Laptop in seinem recyclebaren Jutebeutel durch die Stadt, während er eine „Club Mate“ anstatt eine Mainstream-Cola trinkt. Die Grundidee des Hipsterseins ist eigentlich gar nicht dumm, denn man benutzt vorzüglich „grüne“ und recyclebare Ware und tut alles, um die Umwelt zu schützen. Jedoch wird diese Bewegung meist von Jugendlichen nicht wirklich als das verstanden. Deshalb lacht man meist über die Hipster oder man fängt selber an, alte Kleider zu tragen, aber anstatt aktiv etwas zum Umweltschutz beizutragen, sitzt man nur da und postet auf Facebook und Twitter wie schlimm das alles sei.

Hängs: Ein relativ bekannter Ausdruck, den es auch schon etwas länger gibt, der sich aber gut gehalten hat und wahrscheinlich auch noch sehr lange existieren wird. Das Wort „hängs“ entstand aus dem schon bestehendem „hänge / omehänge“ und bedeutet so viel wie etwa „Nimm es doch mal locker“ oder „Sei nicht immer so angespannt“. Oft wird es auch unter Freunden benutzt, zum Beispiel wenn man jemanden aus Versehen oder zum Spass ein bisschen beleidigt hat und man ihm sagen will, dass es einem Leid tut oder, dass man es nicht ernst meinte.
sprich: heengs

Hashtag: Doppelkreuz „#“. Dient als Verschlagwortung auf Social Networks (soziale Netzwerke). Früher vor allem bei Twitter verwendet, heute praktisch bei jedem Netzwerk gängig, um die Suche nach Wörtern innerhalb eines Netzwerks zu erleichtern. Beispiel hier: #tscheggsikon #socialnetwork
Aussprache: Hääschtäg

Hakuna Matata: Diese Zeile aus einem der wohl berühmtesten Disney-Filme aller Zeiten wird verwendet, um auszudrücken, dass man das Leben mal locker nehmen soll, oder, dass alles gut sei. Wenn man ein bisschen mehr über diese Phrase liest, stellt man fest, dass sie auch genau das bedeutet. Diese Begriffe kommen aus der afrikanischen Sprache Swahili und bedeuten wörtlich übersetzt: Es gibt keine (hakuna) Probleme (matata). In afrikanischen Ländern ist diese Phrase ein weit verbreitetes Sprichwort und Tourismusbüros benutzen ihn als Slogan um zu zeigen, dass man in Afrika problemlos Ferien machen kann.

Severin Obrist

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