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Polnische Sauerkrautsuppe

tatiana
Tatiana Sumila, 
Polen
Tatiana ist im Norden Polens – an der Ostsee in der Hafenstadt Gdynia – aufgewachsen und hat in Danzig Norwegisch studiert. Ihr Freund Marcin, ein Medizinstudent, machte ein Praktikum am Kantonsspital Aarau. Als ihm eine Stelle angeboten wurde, haben sie geheiratet und sind in die Schweiz gezogen. Ein Jahr ums andere wurde der Arbeitsvertrag verlängert und die Familie ist geblieben. Ihre zwei Kinder sind hier geboren: Sohn Kajetan und Tochter Hanna, 15 und 9 Jahre alt. Tatiana unterrichtet Englisch an der Sekundarschule und der Migros Klubschule.
Die Familie geht wandern oder velofahren und im Sommer trifft man Tatiana gerne in der Badi.
In der Küche ist sie kreativ und probiert neben der polnischen Küche gerne neue Gerichte aus. Die Familie sagt dann: «Ah ein Gericht à la Mama.»
Gerade war Tatianas Mutter zu Besuch (auf dem Bild links) – sie segnete die Sauerkrautsuppe als gelungen ab.

Kapusniak
Polnische Sauerkrautsuppe
6 Portionen

500 g rohes Sauerkraut
1 Stück Wurst, Rippli oder Speck oder 2 Würfel Bouillon
2 Karotten, geraffelt
½ mittelgrosser Sellerie, geraffelt
2 Kartoffeln, in kleinen Würfeln
1 Zwiebel, gehackt
1 Knoblauchzehe, gehackt oder gepresst
2–3 Lorbeerblätter
2–3 Pimentkörner (Nelkenpfeffer)
Salz, Pfeffer

– Sauerkraut mit etwas Wasser bedeckt auf kleiner Hitze etwa 30 Min. weichkochen.
Ab und zu kontrollieren, dass es nicht anbrennt.
– Wenn Wurst, Rippli oder Speck verwendet wird, diese in 2 Liter Wasser kochen und
die Brühe für die Suppe verwenden. Das Fleisch kleinschneiden und zuletzt in die Suppe geben. Ansonsten 2 Liter Brühe mit zwei Bouillonwürfeln zubereiten.
– Alle Gemüse zusammen mit Knoblauch, Lorbeer und Piment in der Brühe knapp gar kochen.
– Das Sauerkraut dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und 20 bis 30 Min. weiterkochen.
– Falls die Suppe nicht sauer genug ist, Sauerkrautsaft dazugeben.

Smacznego! – Guten Appetit!

 

Kürbiscremesuppe mit Wildschweinwurst

bruno liselotte berchtold

Bruno und Liselotte Berchtold
Bruno aus Muhen ist Metzger und der Obmann der Jagdgesellschaft. Wenn ein Jäger ein Reh schiesst, bricht er es auf, nimmt die Innereien heraus. Das Tier kommt zu Bruno in die Kühlhalle, wo es nach Krankheiten untersucht wird und 3 bis 4 Tage in der Decke (Fell) abhängt. Es wird zerwirkt (in Portionen zerlegt) und es werden Wildwürste gemacht. Das magere Rehfleisch benötigt einen Drittel Schweinehack, damit die Wurst nicht trocken wird. Liselotte führt die Metzgerei mit. Sie bieten viele pfannenfertige Produkte an und machen Caterings bis 1000 Personen. Zur Familie gehört auch der Jagdhund Cherry, ein schwarzer Dackel-Terrier. Für uns macht Bruno das Ragout und Liselotte die Kürbissuppe.

kürbis

Kürbiscremesuppe mit Wildschweinwurst
4 Portionen

500 g Kürbis, in groben Würfeln
1 grosse Karotte, in groben Würfeln
½ Staude Staudensellerie, in groben Würfeln
1 mittelgrosse Zwiebel, feingehackt
3 Stangen Frühlingszwiebeln, in Röllchen
3 EL gutes Olivenöl
2 Prisen Salz, Pfeffer und Zucker
1 kleines Lorbeerblatt und 2 Nelken
2 dl Weisswein
¾ l Wild-, Geflügel- oder Gemüsebrühe
3 dl Voll- oder Halbrahm
15 g Butter
300 g Wildschweinwurst
1 EL kaltgepresstes Kürbiskernöl

– Olivenöl in einer grossen Pfanne erwärmen und die Karotten anschwitzen.
– Staudensellerie- und die Kürbiswürfel hinzugeben. Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Lorbeerblatt und den Nelken würzen.
– Gehackte Zwiebeln und Frühlingszwiebeln beigeben und kurz weiter anschwitzen.
–  Mit Weisswein und Brühe ablöschen und 15 Min. köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Wenn nötig, den Schaum abschöpfen.
– Die klare Suppe mit einem Pürierstab zur Creme mixen. Mit Rahm und Butter abschmecken.
– Die Wildschweinwurst in kleine Stücke schneiden und ohne Öl kurz scharf anbraten.
– Die Wildschweinwurstwürfel in einen vorgewärmten Suppenteller geben und mit der Suppe übergiessen.
Ein paar Tropfen Kürbiskernöl auf die Suppe träufeln.