Roger Gloor sucht Lebenserfahrungen

Als Dorfschreiber 2026 besucht Roger Gloor ältere Menschen in Suhr und fragt sie nach prägenden Erlebnissen und Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte ihres Lebenslaufs. Dabei lässt er sich überraschen, welche Personen er alles antreffen wird. Insgesamt entstehen sechs Reportagen in Foto und Text. Der erste Teil dieser Reportagen wird jeweils im «Suhr Plus» zu lesen sein, der zweite Teil über die Webseite.


Gesucht: Ältere Menschen aus Suhr (70+)

Als offizieller Dorfschreiber 2026 portraitiere ich Menschen, die in Suhr leben, und frage sie nach Erinnerungen und Erlebnissen, die sie im Laufe der letzten Jahrzehnte geprägt haben.

Erzählen Sie von Ihren Lebenserfahrungen!
Melden Sie sich als Einzelperson oder mit einer vertrauten Person aus Ihrem Umfeld (Partner/-in, Kinder, Enkelkinder, Nachbar/-in, …)

    Ich heisse Roger Gloor, wohne in Suhr und bin beruflich in der Video- und Fotoproduktion tätig. Unter dem Pseudonym ›Alexander Rodshtein‹ schreibe ich seit einigen Jahren über Lebenserfahrungen von Menschen aus der Schweiz. Mich fasziniert, aus einer Sammlung von Anekdoten Geschichten zu kreieren, die andere Leute gerne lesen. Und vielleicht sogar etwas mitnehmen können für das eigene Leben. Reizvoll ist auch, den portraitierten Personen am Schluss die Fotos als schöne Erinnerung zu überlassen.

    Bei Interesse schreiben Sie ein Mail an kulturkommission@suhr.ch

    Der Dorfschreiber 2025

    Der Badener Simon Libsig amtet dieses Jahr als Suhrer Dorfschreiber. Er zählt zu den gefragtesten Bühnen-Poeten der Schweiz. Er wird sich diesen Sommer in Suhr umhören und umsehen und sich inspirieren lassen. Seine Textkreation wird er am 17. Oktober im Rahmen von «Libsigs Sprechstunde» in der Aula Feld in Suhr präsentieren. Beginn 19:30 Uhr.

    «Simon Libsig hat etwas, das vielen zeitgenössischen Autoren heute abgeht, er hat den Charme des Spielers, der die Sprache als Spielzeug versteht und die Bühne als Wiese, auf der sich spielen lässt. Es ist eine Freude, ihn bei seinem Spiel zu beobachten.»
    Pedro Lenz

    Wir freuen uns auf Simon Libsigs Blick auf Suhr!

    Porträts

    (draufklicken zum Vergrössern – zum genau sehen, wie schon immer alles da war, was diesen Menschen ausmacht, zum ins Sinnieren kommen, wie es bei uns selber aussieht mit dem Lebensbogen vom Kind, Jugendlichen, Hochzeitspaar zum – ja was? Alten Menschen? Oder…?

    Rosa Romy Widmer-Ruch, 8.2.1943 – 29.4.2024

    Dem Bach entlang

    Hana Solenthaler fotografierte die Umgebung des Baches. Für uns, die am Bach „einfach so“ spazieren, wird die Umgebung in ihren Spiegelungen ganz fremd – könnte Schweden sein? Oder Holland? Aber den Fischreiher erkennen wir alle. Allerdings haben wir noch nie sein hübsches Bauchgefieder so deutlich gesehen. Wie schön!

    «alt & jung»

    Nach einem Jahr der Worte folgt ein Jahr der Bilder

    Für das Jahr 2024 hat die Kulturkommission Hana Solenthaler zur Dorfschreiberin gewählt. Hana Solenthaler ist Bewegungspädagogin und Fotografin. Geboren ist sie 1961 in Brno, Tschechische Republik. Sie lebt seit 42 Jahren in der Schweiz, davon 15 in Aarau. Als Bewegungspädagogin arbeitet sie seit 26 Jahren an der Migros Klubschule Aarau und sorgt dafür, dass auch Suhrer Frauen und Männer fit bleiben.

    Das Interesse an Tanz, Bewegung, Körpern und Menschen führte Hana Solenthaler zur Bewegungspädagogik und inspiriert sie seit 20 Jahren auch als Fotografin. Die Fotografie ist für sie ein Instrument, um eine Geschichte zu erzählen, Emotionen und Stimmungen einzufangen.

    Die Fotografie ist ihre grosse Leidenschaft. Sie fotografiert ausschliesslich digital und bevorzugt in Schwarzweiss. Sie lässt sich gerne von Gefühl, Nähe und Interaktion leiten.

    Im Laufe ihres Dorfschreiberjahres werden Fotobeiträge zu verschiedenen Themen im SuhrPlus erscheinen. Zudem werden während des Jugendfestes einige ihrer Fotos in einer Ausstellung im Mehrzweckraum des Museums Suhr zu sehen sein.

    «alt & jung»

    Das Projekt, das sie zurzeit verfolgt, nennt sie «alt & jung». Sie portraitiert Suhrerinnen und Suhrer.
    Hier ist es ihr Vater, den sie alt und jung porträtierte – ein Blick in die Tiefe eines ganzen Lebens…

    «Ich freue mich sehr darauf, Suhr ein Jahr lang als Dorfschreiberin zu begleiten und meine Eindrücke fotografisch einzufangen.»

    Hana Solenthaler

    Dietiker im Dietiker

    Zum Abschluss seines Amtsjahrs als Suhrer Dorfschreiber trat Pino Dietiker in dem Lokal auf, das so heisst wie er: Am 15. September 2023 las er im Restaurant Dietiker einen Text über den Familiennamen Dietiker.

    Bei seiner dritten und letzten Lesung als Suhrer Dorfschreiber erzählte Pino Dietiker von seiner Recherche nach Verwandten und Namensvettern, die ihn vom Friedhof in Suhr bis in die gefährlichsten Ecken Berlins, vom Fussballplatz im namensstiftenden Dietikon bis in den Dorfladen seines Heimatorts Thalheim führte. Er berichtete von seiner Entdeckung, dass er zuhause seit Jahren auf einem Designerstuhl der Möbelfirma Dietiker sitzt, und er bezifferte die «Dietiker-Dichte» von Suhr: Während 0,71 Prozent aller gegenwärtig in Suhr Begrabenen Dietiker heissen, tragen von den momentan in Suhr Lebenden nur 0,15 Prozent den Namen. Daraus abzuleiten, dass die Dietiker ein aussterbendes Geschlecht seien, wäre jedoch ein statistischer Kurzschluss, so der Autor Dietiker im Restaurant Dietiker.

    In der Mitte von Suhr

    „Suhr Süd“ am einen Ende, das Brügglifeld am anderen – beide hat Pino Dietiker bisher untersucht und – kann man das so sagen? – in Literatur verwandelt.

    Hier bei der Lesung im Restaurant Sportplatz, die mit Bratwürsten endete. Der wunderbare Text wird leider woanders und nicht hier im Blog veröffentlicht.

    Die nächste Veranstaltung

    Zum Schluss seines „Amtsjahres“ liest Pino Dietiker in der Mitte von Suhr – im Restaurant Dietiker, Alte Gasse 1. Ob da Verwandtschaften bestehen, wird am Freitag, 15. September, 19.30 Uhr zu vernehmen sein.