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Tibetische Momo

dawa
Dawa Jangtsentsang, 
Tibet
Dawa lebt seit 2010 in der Schweiz. Ihr Mann flüchtete aus Tibet, um einer politisch bedingten Verhaftung zu entgehen. Dawa folgte mit ihrer älteren Tochter Tenzin zwei Jahre später über Nepal und Indien. Die Familie fand eine Wohnung in Suhr. Hier kam die kleine Tochter Pema zur Welt. In der tibetischen Gemeinschaft kann Pema tibetisch lernen. Die Tochter Tenzin war 12, als sie in die Schweiz kam. Ihr fehlen ihr Grossvater und die Freunde aus der Kindheit. Sie kam in eine Integrationsklasse und dann in die Sekundarschule. Tenzin übersetzt für ihre Mutter. Für Dawa ist das Leben hier nicht einfach. Sie hat wenig Schulbildung und ihre Fähigkeiten sind in der Schweiz nicht gefragt. In Tibet hat sie ein Restaurant geführt und in den Bergen Pilze für den Medizinal-Gebrauch gesammelt, die sie für gutes Geld verkaufen konnte. Die Familie macht die wunderbaren tibetischen Teigtaschen Momo, die sie auch bei tibetischen Aktionen auf dem Marktplatz in Aarau verkaufen.

Momo
Tibetische Teigtaschen

20 Stück

Teig:
250 g Mehl
4.5 g Trockenhefe (½ Pack) oder ¼ Würfel Frischhefe
¼ TL Salz, optional
100 ml Wasser

Füllung 1:
3 Rüebli (Karotten)
3 Kartoffeln
150 g Spinat
1 Zwiebel
100 g Tofu
2 Knoblauchzehen
2/3 TL Salz
½ TL Pfeffer

Füllung 2:
100 g Glasnudeln
1 kleiner bis mittelgrosser Chabis (Weisskohl)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
60 g Butter
2/3 TL Salz
½ TL Pfeffer

Teig:
Zutaten zu einem geschmeidigen Teig mischen. In einer Schüssel bedeckt 30 Min. ruhen lassen.

Füllung 1:
– Spinat waschen und grob hacken.
– Kartoffeln und Rüebli mit Röstiraffel reiben oder mit Cutter feinhacken.
– Zwiebel und Knoblauch feinhacken.
– Tofu in kleine Würfel schneiden.
– Alles in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer mischen.

Füllung 2:
– Glasnudeln in eine Schüssel geben und kochendes Wasser darübergiessen. 10 Min.
stehen lassen, damit die Nudeln quellen können.
– Wasser abgiessen und die Nudeln feinhacken.
– Chabis, Zwiebeln und Knoblauch feinschneiden oder -hacken.
– Mit den Glasnudeln in eine Schüssel geben. Butter, Salz und Pfeffer dazugeben und   miteinander verkneten.

– Teig zu einer dünnen Wurst rollen und in walnussgrosse Stücke teilen. Mit einem   Wallholz zu dünnen (1 mm) etwa 8 bis 10 cm grossen Rondellen ausrollen.
– Alternativ kann man den ganzen Teig ausrollen und mit einer Büchse oder einem Glas Rondellen ausstechen.
– Auf eine Teigrondelle 1-1.5 Esslöffel Füllung geben und zu einem Päckchen formen und falten. In Tibet kennt man vier regional verschiedene Faltformen. An der Form kann die  Füllung erkannt werden.

– 20 Minuten im Dampfkorb garen. Das Wasser soll kochen, bevor die Momo hineingelegt werden.

Schee la nge po nang go! (Guten Appetit!)